Brunkenberg und sechsgeschossiges Bauwerk

Die BürgerBewegung Bergwinkel bedauert, dass das Schlüchterner Stadtparlament mit großer Mehrheit sowohl das Baugebiet „Brunkenberg“ als auch die sechsgeschoßige Bauweise der Kreissparkasse beschlossen hat.

Der Fraktionsvorsitzende Hans-Konrad Neuroth setzte sich mit dem Ablauf der letzten Sitzung im Jahr 2019 der Stadtverordnetenversammlung sehr kritisch auseinander.

Seit Jahren ist der Verwaltung der Stadt Schlüchtern bekannt, dass es in der Bergwinkelstadt einen erheblichen Nachholbedarf zur Ausweisung von Wohngebieten gibt. Dabei haben die beiden Volksparteien den Vorschlag der Verwaltung kritiklos aufgenommen und der Ausweisung eines Wohngebietes am Brunkenberg zugestimmt. FDP und Grünen haben sich dieser Meinung nahtlos angeschlossen.

Jeder Schlüchterner weiß jedoch, dass dieses Baugebiet ungeeignet ist. Es handelt sich um Rutschgebiet, ist geologisch bedenklich, und die Erschließung insbesondere für den PKW-Verkehr ist unbefriedigend. Verschiedene Träger öffentlicher Belange haben im Rahmen der Anhörung mitgeteilt, dass sie gegen eine solche Ausweisung sind. So insbesondere die Umweltverbände BUND, NABU und andere.

„Darüber hinaus haben der RP-Darmstadt und der Main-Kinzig-Kreis ebenfalls bedenken geäußert, insbesondere im Zusammenhang mit der seit Jahren vernachlässigten Fortführung des Altlastenkatasters“, so der Fraktionssprecher der BBB-Fraktion weiter.

Die Folgen sowohl für diejenigen, die dort Grundstücke kaufen als auch für andere, sind derzeit nicht absehbar.

„Auch die Entscheidung einer sechsgeschossigen Bauweise der neuen Kreissparkasse zuzulassen, stößt auf erheblichen Widerstand der BürgerBewegung“, so Hans-Konrad Neuroth weiter.

„Es ist bedauerlich, dass lediglich zwei Mitglieder der Grünen-Fraktion und ein Mitglied der CDU-Fraktion sich der Stimme enthalten hatten, während die komplett anwesende BBB-Fraktion gegen diese Projektierung gestimmt hat“. Die Ablehnung dieser beschlossenen Bauweise ist auch als Auftrag des Bürgerwillens hinsichtlich des Ergebisses der Postkartenaktion zu verstehen und somit eine Abstimmung der GroKo-Schlüchtern gegen den Bürgerwillen.

Erfreulich ist, dass die Firma Jökel dises Unternehmen mit angepackt hat, und dass die Kreissparkasse ihren Standort stärken will. Es ist allerdings nicht nachvollziehbar, dass ein neuer Klotz als Ersatzbauwerk zu dem alten Klotz errichtet werden soll. Dies gilt umso mehr, als dass jetzt zu befürchten ist, dass auch das Langer-Areal sechsgeschossig bebaut werden wird.

Damit wird das Stadtbild der Stadt Schlüchtern zum schlechteren hin nachhaltig verändert.

„Dies hat mit Gestaltung einer neuen Mitte nichts zu tun. Schlüchtern bleibt eine liebenswerte Kleinstadt und kann sich nicht mit Großstädten vergleichen“, so Hans-Konrad Neuroth.

„Wir hoffen sehr, dass nunmehr im Rahmen der Offenlegung weitere Träger öffentlicher Belange und insbesondere auch Anwohner sich gegen diese Projektierung aussprechen, damit gegebenenfalls die Planer noch eine Reduzierung der Baumasse vornehmen werden“.